Vom Arbeiterhemd zur Schweizer Tradition

Das original Edelweisshemd besteht aus 30 Teilen und wird mit viel Liebe zum Detail in Handarbeit gefertigt. Was früher als Arbeiterhemd galt, ist spätestens seit der Werbekampagne mit Michele Hunzinker ein Stück Schweiz Tradition und wird unter anderem von Christian Stucki beim Schwingen getragen.

Das Hemd

Das Original Edelweisshemd ist langärmlig, halbgeknöpft und ohne Kragen. Lange Zeit galt das Edelweisshemd als reines Bauernhemd. Der Bauernverband hat das deshalb in einer Werbekampagne aufgenommen, in welcher sie zum Beispiel Michele Hunziker oder Michael Schumacher im Jenni Edelweisshemd ablichteten, mit positiven Botschaften für die Schweizer Landwirtschaft. Seither wurde das Hemd immer trendiger, auch in urbanen Gebieten. In Anbetracht dessen, dass das Edelweisshemd ursprünglich als Arbeitshemd getragen wurde ist es ist schön zu sehen, dass es heute als ein Stück Schweizer Tradition gefeiert wird. Und sogar Schwingerkönige wie Christian Stucki auf das Edelweisshemd beim Schwingen setzen.

 

So wird ein Edelweisshemd produziert

Um ein klassisches Edelweisshemd in Grösse M zu produzieren, benötigt eine geübte Schneiderin ca. 1,4 – 1,7 Meter Stoff. Dieser wird in etwa 70 Minuten vom Stoffballen zum fertigen Hemd, bestehend aus 30 Teilen, verarbeitet.

30 Teile zu erstellen und Schritt für Schritt zu einem original Edelweisshemd zusammenzufügen ist eine Routinearbeit im Atelier in Meiringen. Der Stoff, exklusiv für das Märithüsli im Alpenraum gewoben, stellt natürlich die Grundlage für die Arbeit. Um einen Stoff zu produzieren, der den hohen Qualitätsanforderungen entspricht, kommt garngefärbtes Doppelzwirn zum Einsatz. Der gewobene Stoff, jeweils 1000 Meter pro Farbe, wird anschliessen durch verschiedene Ausrüstungsverfahren veredelt. Dadurch erhält der Stoff den angenehmen Tragekomfort, welcher von den Trägern so geschätzt werden. Nach einer eingehenden Qualitätsprüfung werden Stoffballen à 60 Metern gerollt, eine handliche Grösse für den Zuschnitt im Atelier.

Dort ist Präzisionsarbeit gefragt. Die Schnittmuster werden mit Schneiderkreide oder per CAD-Ausdruck auf den Stoff aufgetragen, welcher auf dem Zuschnitttisch ausgelegt wird. Bis 60 Stofflagen können übereinandergelegt und zusammengeschnitten werden, wobei der Stoff haargenau gleich liegen muss, damit das Muster von der ersten bis zur letzten Lage gleich geschnitten wird. Der Verlauf des Stoffmusters spielt auch beim Auftragen der Kreide eine wichtige Rolle: das Edelweiss soll im Kragen oder bei der vorderen Mitte genauestens passen. Je nach Anzahl der Stofflagen werden im Zuschnitt verschiede Werkzeuge benutzt: bei wenigen Stofflagen eignet sich eine Schere, ab mehreren kommt eine elektrische Rundschere zum Einsatz. Da diese bei vielen Lagen durch die Rundung zu wenig genau ist, können ein gerades „Stichmesser“ und eine Bandsäge zum Einsatz kommen.

Um die danach folgenden Näharbeiten zu erleichtern, ist eine gute Vorbereitungsarbeit zwingend. Die verschiedenen Teile werden an den Nahträndern umgebügelt, Krageneinlagen durch die Kragenpresse mit dem Stoff verbunden. Erst danach kommen die einzelnen Teile in die Näherei.

Mit schnellen Industriemaschinen werden durch Steppnähte die verschiedenen Teile zusammengenäht. Overlockmaschinen kommen zum Einsatz, um Vorder- und Rückenteil zusammenzunähen. So nimmt das Hemd langsam Form an, bis zum Abschluss der Näharbeiten mit Saumnähten die letzten Stiche gesetzt werden.

Anschliessen werden mit einer speziellen Maschine die Knopflöcher geschnitten und sogleich vernäht. Auch hier ist äusserste Präzision gefragt: die anschliessend am Hemd angenähten Knöpfe sollen ja dem genau gleichen Abstand entsprechen. Mit dem anschliessenden Annähen der Knöpfe ist das Hemd fast fertig. Wie bei vielen handwerklichen Tätigkeiten, folgt das Finish: das Hemd wird gebügelt, abstehende Fäden entfernt, das Hemd gefaltet.

Obwohl in Meiringen mit einer Nähstrasse gearbeitet werden kann, ist die Schneiderei auch heute mehr Atelier als Fabrik. Dies führt dazu, dass die Arbeit vielseitig ist. Im Sinne der Familie, die den heutigen Familienbetrieb zu fünft führen und noch lange Ihre beliebten Jenni-Hemden produzieren wollen. Ganz nach dem Grundsatz: robust, traditionell und doch modern.

 

Der Stoff, Ausführungen und Komfort

Den original Edelweissstoff lassen wir exklusiv für uns produzieren. Früher in der Schweiz, heute im nahen Vorarlberg.

Ob es ein original Edelweissstoff ist, erkennt man an der Blume, welche leicht breit ist. Der Stoff wird aus Europäischem Doppelzirn-Garn, bestehend aus langstapliger Baumwolle, gewoben. In der Ausrüstung wird der Stoff sanforisiert (Einlaufvorbehandelt) und aufgeraut (Barchent).

Das Hemd produzieren wir für Damen, Herren und Kinder, tailliert oder traditionell geschnitten. Der hohe Tragekomfort und das urchige Design machen das Hemd zu einer angenehmen Alternative zu einer Tracht.

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Samuel Jenni

Märithüsli AG

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